Glückliche Schafe produzieren feinere Wolle.
Es ist eine Win-win-Situation.
Wir arbeiten nur mit vertrauenswürdigen Partnern zusammen, die unsere Begeisterung für Wolle teilen und Tiere respektieren. Unsere gesamte Merinowolle hat Bioqualität und kommt hauptsächlich aus dem argentinischen Patagonien. Ein kleiner Teil stammt aus Uruguay.
Unser argentinischer Partner Fuhrmann ist für mehrere Farmen in Argentinien verantwortlich, die von Familien geführt werden, und liefert einen Großteil unserer Merinowolle. Die Schafe grasen hier frei auf großen Flächen mit natürlicher Vegetation. DILLING hat Fuhrmann als Geschäftspartner und Lieferanten ausgewählt, weil sich unsere Unternehmen in vielerlei Hinsicht sehr ähneln. Uns verbinden die große Leidenschaft für das, was wir tun, und der überzeugte Einsatz für den Tierschutz.
Sie möchten mehr erfahren? Besuchen Sie hier die Website unseres argentinischen Lieferanten.

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In Patagonien bewegen sich die Schafe frei und ungestört auf riesigen Flächen mit natürlicher Vegetation. Das Wasser wird mithilfe von Wind- und Solarenergie zu ihnen gepumpt. Um sicherzustellen, dass die Schafe genügend Platz haben, ist ihre Anzahl pro Fläche begrenzt. Damit zudem ihre natürliche Lebensweise nicht beeinträchtigt wird, dürfen sie ohne unnötige menschliche Eingriffe umherstreifen.
Das Wohlbefinden der Schafe hat für uns oberste Priorität. Die Pflege und Aufzucht der Schafe erfolgt im Rahmen der Fünf Freiheiten, die von der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) festgelegt wurden. Diese Organisation mit 183 Mitgliedsländern (Stand 2026) hat das Ziel, das Tierwohl und die Tiergesundheit weltweit zu verbessern:
Die 1965 entwickelten Fünf Freiheiten werden international weithin anerkannt und respektiert. Darin werden die Lebensbedingungen beschrieben, die für Nutztiere gelten, und die wir in unserem gesamten Produktionsprozess erfüllen. Die Tiere sollen in ihrem Leben folgende Fünf Freiheiten haben:
1
Frei sein von Hunger und Durst
2
Frei sein von Unbehagen
3
Frei sein von Schmerzen, Verletzungen und Krankheiten
4
Frei sein für normales Verhalten
5
Frei sein von Angst und Leiden




Häufig gestellte Fragen - über die Schafe
Wenn die Lämmer ungefähr 100 Tage alt sind werden sie von ihren Müttern getrennt. In diesem Alter kommen die Lämmer alleine zurecht und sind nicht länger auf die Muttermilch angewiesen. Das Absetzen ist ein natürlicher Prozess. Auch in der Natur trennen sich Lämmer und Mutterschafe, sobald diese nicht mehr genug Milch geben. Auf den Farmen werden die Lämmer jedoch auf speziellen Weiden gehalten, wo sie zusätzlich gefüttert werden, um sicherzustellen, dass der Übergang schonend vonstatten geht.
In Argentinien ist das Kupieren weit verbreitet. In der Zeit, in der es viel regnet und der Boden die meiste Zeit aufgeweicht ist, sammeln sich Schlamm und Fäkalien am Schwanz der Schafe. Wenn diese trocknen, kann das die Blutzirkulation stören und es können gefährliche Infektionen entstehen. Um dies zu vermeiden, wird der Schwanz gekürzt wenn die Schafe noch sehr jung sind. Dies wird mit einem speziellen Gerät durchgeführt, damit die Schmerzen so gering wie möglich sind und die Wunde sofort verschlossen wird und nicht blutet.
Nein, wir nutzen keine Wolle von Schafen, bei denen Mulesing durchgeführt wurde.
Durch die Mulesing-Praxis ist die Wollherstellung bereits mehrmals in den Medien aufgetaucht. Beim Mulesing wird ein Hautstück am Hinterteil des Schafs abgeschnitten. Dies geschieht häufig ohne Betäubung und kann daher dem Tier erhebliche Beschwerden und Schmerzen bereiten.
Mulesing wird vor allem in Australien angewendet, um einen Befall mit Fliegenmaden zu verhindern. Bei dieser Erkrankung legen Fliegen ihre Eier in die Hautfalten am Hinterteil des Schafs. Wenn die Larven dann schlüpfen, können sie Infektionen und erhebliche Beschwerden verursachen.
Unsere Merinowolle stammt hauptsächlich aus Argentinien und Uruguay, wo diese Erkrankung deutlich seltener vorkommt. Darüber hinaus helfen Zertifizierungen, die Mulesing verbieten, bei der Einhaltung hoher Tierschutzstandards. Unserer Ansicht nach stellt die Kombination aus der Herkunft unserer Wolle und der Zertifizierungen sicher, dass es entlang unserer Lieferketten kein Mulesing gibt.
In Argentinien liegen die Bauernhöfe weit auseinander. Die Schafe haben riesige, offene Weideflächen mit natürlicher Vegetation. Mit Hilfe von Solar- und Windenergie werden sie über Pumpen mit Wasser versorgt.
Beim sogenannten Sheep dipping, oder auch Schafe dippen werden die Schafe durch ein Wasserbad geführt, das eine chemische Verbindung enthält, die gegen Krätze und Parasiten wie Zecken, Läuse und Schmeißfliegen hilft. Die Schafe müssen kurz in das Wasser getaucht werden, um sicherzustellen, dass das Mittel auf die gesamte Haut des Tieres aufgetragen wird - vom Kopf bis zu den Zehen. Das Verfahren soll dazu beitragen, das Wohlergehen der Schafe zu verbessern, indem Zecken und Läuse beseitigt werden, die dem Tier sonst große Unannehmlichkeiten bereiten würden. Bei korrekter Durchführung wird dieses Verfahren nicht als belastend für die Tiere empfunden.
Das Dippen von Schafen ist in Ländern wie Uruguay, Chile, dem Vereinigten Königreich, Europa und Neuseeland weit verbreitet. Da die Parasiten und Schafskrätze in Patagonien sehr selten sind und in den Gebieten, in denen unsere Schafe leben, noch viel seltener vorkommen, findet Sheep dipping auf keiner unserer Farmen statt.
Einmal im Jahr werden die Schafe professionell geschoren. Das dauert nur ein paar Minuten und die Schur wird sorgfältig und mit Respekt für das Tier durchgeführt. Werden Schafe nicht geschoren, leiden sie unter dem Gewicht der Wolle und der Sommerhitze. In Argentinien werden sie jedoch nicht vollständig kahl geschoren. Sie behalten einen Teil der Wolle – einerseits um die Tiere beim Scheren nicht zu verletzen, andererseits damit sie hinterher nicht frieren.
In einigen Regionen Patagoniens besteht die vorherrschende Vegetation aus Sträuchern und harten Gräsern, ergänzt durch saisonales Frischgras, das nach Regenfällen wächst. Diese besondere Ernährung führt dazu, dass die Zähne der Schafe im Vergleich zu Schafen, die in Gefangenschaft gehalten werden, schneller abnutzen. Wenn die Schafe vier bis sechs Jahre alt sind, verlieren sie ihre Zähne, was es ihnen erschwert, zu grasen und sich zu ernähren. Infolgedessen kann es notwendig werden, die Schafe in Gebiete mit milderem Klima und mehr Weidenmöglichkeiten umzusiedeln, wo sie in der Regel weitere drei Jahre leben können. Unser Lieferant in Argentinien hält die Schafe, bis sie sechs Jahre alt sind. Abhängig von ihrem Gesundheitszustand werden sie dann entweder an lokale Bauern mit üppigen Weiden verkauft, auf denen sie noch ein paar Jahre leben können – oder an einen Schlachthof übergeben.
Die Fleischerzeugung ist ein fester Bestandteil der argentinischen Landwirtschaft. Einige Bauernhöfe schlachten für den Eigenbedarf, aber die meisten Tiere kommen zu professionellen Schlachthöfen. Unabhängig davon, wo die Schafe geschlachtet werden, liegt der Schwerpunkt darauf, dass sie nicht leiden müssen. Auf den Bauernhöfen werden die Schafe vor der Schlachtung von den anderen getrennt und mit einem Messer getötet. In den Schlachthöfen werden sie mit einer Kugel getötet.
Auf den Farmen ist es notwendig die Böcke zu kastrieren. Erstens um die Farm geordnet führen zu können. Schafböcke sind oft aggressiv; sie kämpfen untereinander und brechen ggf. aus Gehegen aus. Wenn es also auf einem Gehöft viele Böcke gibt, sorgt dies für ein ziemliches Durcheinander.
Zweitens ist es nicht gut, wenn ein Bock einen Zaun überwindet und zu den Schafen auf der Weide kommt. Lämmer können so zur falschen Zeit im Jahr geboren werden, z.B. wenn es eigentlich zu kalt oder zu trocken ist. Während dieser Zeit ist es für die Lämmer schwer zu überleben; viele von ihnen würden es nicht schaffen. Um für das Wohlergehen der Schafe zu sorgen, ist es wichtig, dass die Lämmer im Frühjahr geboren werden, wenn das Klima mild ist und wenn die Schafe genügend Futter haben und ausreichend Milch produzieren können.
Lediglich 5% jeder Herde sind Böcke. Sie werden auf abgetrennten Weiden gehalten. So kann man die besten männlichen Tiere für die Zucht einsetzen, die bestmögliche Wolle produzieren und gesundheitliche Probleme verhindern.
Die Kastration wird durchgeführt indem ein enger Gummiring um die Hoden geschlungen wird, der die Blutversorgung unterbricht. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sie am wenigsten Schmerzen bereitet, da der Bereich sehr schnell taub wird. Außerdem wird eine offene Wunde vermieden, was die Gefahr von Infektionen oder Verunreinigungen minimiert.
Nachdem die Schafe geschoren wurden, wird die Wolle gewaschen. Der Waschvorgang erfolgt in einer kontinuierlichen Anlage, die mit der physischen Auflockerung der Wolle durch eine Trommelkarde beginnt. Der Waschvorgang erfolgt in einer automatischen Wollwaschmaschine, die die Wolle mit sehr sanften Bewegungen durch sieben Stationen befördert. An den ersten Stationen wird die Wolle mit heißem Wasser und biologisch abbaubarer Seife gewaschen. Am Ende jeder Station befindet sich eine Pressvorrichtung, mit der die Wolle gepresst wird, um Fett und Schmutz zu entfernen. An den verbleibenden Stationen wird die Wolle mit sauberem, warmem Wasser gespült. Schließlich kommt die Wolle in einen Trockner, der die Feuchtigkeit reduziert und die Wolle kardierfähig macht.
Während des Prozesses wird das Fett aus der Wolle durch Zentrifugation extrahiert und dann zu Lanolin verarbeitet. Fuhrmann ist das einzige Unternehmen der Welt, das Bio-Lanolin verkauft. Das Wasser aus der Waschanlage wird in einer internen Anlage behandelt, die die Chemikalien vom Wasser trennt, das dann in Teiche geleitet wird, wo es auf natürliche Weise verdunstet. Patagonien hat ein semi-arides Klima mit nur 250 mm Niederschlag pro Jahr, wodurch die Verdunstung sehr effizient ist. Das Wasser aus den Spülbecken wird auch so aufbereitet, dass es für die Bewässerung von Bäumen oder für den Garten der Mühle wiederverwendet werden kann.
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